Serife, Spationierung, Stahlstich

Serife

Als Serife bezeichnet man die (mehr oder weniger) feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Es wird allgemein angenommen, dass Serifen die Leserlichkeit eines (gedruckten) Textes verbessern, daher werden längere Texte üblicherweise in einer Serifenschrift gedruckt. Die bessere Leserlichkeit soll dabei vor allem durch die Betonung der Grundlinie und Mittellinie einer Schrift durch die Serifen zustandekommen. Serifenlose Schriften werden dagegen eher für kurze Texte und Überschriften eingesetzt.

 

Spationierung

Spationierung ist ein Begriff aus der Typographie. Er bezeichnet den Umgang des Typographen mit dem Zwischenraum der Buchstaben und Wörter, z. B. für eine optimierte Leserlichkeit oder als künstlerischer Ausdruck im Schriftsatz. Eine spezielle Form der Spationierung ist der Sperrsatz.

 

Stahlstich

Der Stahlstich ist ein grafisches Tiefdruckverfahren, das 1820 von Charles Heath erfunden wurde. Der Stahlstich wurde in der Nachfolge des Kupferstichs entwickelt. Die Zeichnung wird mit dem Grabstichel in eine enthärtete Stahlplatte graviert oder auch geätzt. Das Verfahren eignet sich auch für sehr feine, kleine Darstellungen, erreicht aber nicht die satte Tiefe des Kupferstichs. Stahlstich fand während des 19. Jahrhunderts seine Hauptaufgabe in der Buchillustration und als Reproduktionstechnik. Im 20. Jahrhundert wurde er vorwiegend in der Herstellung von Briefmarken und Banknoten verwendet. Der Maler Carl Ludwig Frommel war einer der Ersten, die den Stahlstich aus England nach Deutschland importierten. Heute wird das Stahlstich-Verfahren auch noch für exklusive Drucksachen, wie Visitenkarten Briefbogen oder Hochzeitseinladungen verwendet.